• Genauigkeit beim Wasserstrahlschneiden
  • Metall Wasserstrahlschneiden
  • Stahlmutter mit Messschieber

Wasserstrahlschneiden Kupfer

Kupfer ist ein ziemlich weiches Metall, daher gut formbar. Es hat eine hohe Leitfähigkeit und findet daher als Wärme- oder Stromleiter eine vielfache Verwendung. Kupfer gehört zu den Edelmetallen.

Wasserstrahlschneiden ist perfekt für Kupfer

Durch seine Weichheit hat Kupfer aber auch einen Nachteil: Thermische Schneidverfahren, also Systeme, die mit Hitze schneiden, sind bei Kupfer nur sehr bedingt anwendbar; es verformt sich leicht. Hochwertige Werksteile können mit den modernen Laserverfahren aus Kupfer nicht gefertigt werden. Durch die Wärmespannung ergibt sich immer ein hoher Verzug. Da bietet sich das sogenannte Wasserstrahlschneiden als Alternative an. Hiermit können alle gängigen Kupferlegierungen und Materialstärken passgenau geformt werden. Auch ergibt sich eine besonders hohe Materialausnutzung, da es durch den millimetergenauen Schnitt nur zu einem sehr geringen Teileschutzabstand kommt.

Bei der Technik des Wasserstrahlschneidens von Kupfer wird ein Hochdruckwasserstrahl verwendet, dieser erreicht einen Druck von bis zu 6.000 bar und Austrittsgeschwindigkeiten von etwa 1.000 Meter in der Sekunde. Allerdings entsteht ein sehr hoher Schalldruck, teilweise vis zu 130 dB, diesem entspricht ein Motorradmotor. Wasserstrahlschneiden kann auch unter Wasser stattfinden, hier verringert sich die Lärmbelastung um ein Vielfaches. Das zu bearbeitende Material wird ohne Erwärmung und ohne Spannung sehr genau zugeschnitten.

Mit dem Wasserstrahlschneiden auch harte Metalle schneiden

Auch harte Metalle können mit dieser Technik bearbeitet werden. Allerdings muss hier ein sogenanntes Abrasiv zugesetzt werden; dies ist ein Granulat aus Granat oder Korund. Diese Technik wird Abrasivschneiden genannt, hiermit können Metalle wie Stahl oder Bronze bearbeitet werden. Die Menge und die Qualität des zugesetzten Abrasives hängen von den zu bearbeitenden Materialien ab. Maschinen mit dieser Technik werden überwiegend von einer CNC-Steuerung geleitet. Diese gibt es in einfachen Ausführungen bis hin zu hoch komplizierten Ausführungen, die über einen PC zu bedienen sind.

Der Wasserstrahl wurde schon um 1900 in Kies- und Tongruben als Schürfwerkzeug verwendet. Auch Erz- und Kohleminen waren damit vor dem zweiten Weltkrieg ausgestattet. Wasserstrahlschneiden Kupfer ist somit die Spezifizierung und Anwendung eines recht alten Schürfsystems.