• Genauigkeit beim Wasserstrahlschneiden
  • Metall Wasserstrahlschneiden
  • Stahlmutter mit Messschieber

Das Verfahren des Wasserstahlschneidens

Durch das Verfahren des Wasserstrahlschneidens können durchweg fast alle Materialien behandelt werden, jede zweidimensional Form kann so aus einer Metallplatte leicht herausgearbeitet werden. Besonders geeignet ist die Methode jedoch für die Metall- und Kunststoffbearbeitung.

Wasserstrahlschneiden zur Bearbeitung von NE-Metallen geeignet

Auch NE-Metalle (Aluminium, Bronze, Kupfer, Messing, Titan) können so wunschgerecht bearbeitet werden. Bei klimatisierten Räumen lassen sich mit diesem Verfahren Genauigkeiten bis zu 0,005 mm/m Bearbeitungslänge erzielen. Das Wasserstrahlschneidverfahren ist eine hoch entwickelte Technologie, die Wasserkraft höchst effizient nutzt.

Einsatz finden diese Verfahren sowohl in der Forschung als auch in der Konstruktion. Im Vergleich zu den Verfahren Fräsen, Laserschneiden, Brennschneiden oder der Drahterodierung (die schnell an ihre Grenzen stoßen) ist das Wasserstrahlschneiden erheblich schneller und kosteneffizienter und somit eine echte Alternative.

Feinschneiden in Elektro- und Medizinindustrie gefragt

In Bereichen wie der Elektro- und Medizinindustrie wird das Feinschneiden bevorzugt angewendet. Hierbei können unterschiedlichste Stoffe sehr genau geschnitten werden. Die dafür genutzten Feinschnitt-Wasserstrahlmaschinen arbeiten mit einem Schneidstrahl, der über einen sehr geringen Durchmesser verfügt.

Durch einen Hochdruckwasserstrahl, der über eine Wasserstrahlschneidemaschine erzeugt wird, wird das Material beim Wasserstrahlschneiden getrennt. Es entstehen Austrittsgeschwindigkeiten von bis zu 1000 m/s und ein Druck von bis zu 6000 bar, wobei sich das zu bearbeitende Material kaum erwärmt. Keimfreiheit wird bereits durch den hohen Druck erreicht, die sogenannte Hochdrucksterilisation.

Um die hohe Schallemission, die durchaus bei bis zu 130 dB liegen kann, erheblich zu reduzieren, empfiehlt sich das Schneiden unter Wasser oder indem sich die Umgebung der Düse unter einer Wasserglocke befindet. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Varianten, so kennt man zum Beispiel auch das „Reinwasserschneiden“. Hierbei wird nur die reine Energie des Wassers genutzt. So kann, dank modernster Technologie, auch Aluminium bis circa vier Millimeter Dicke durchtrennt werden. Bei dickeren Teilen wird das Abrasivschneiden, also die Erhöhung der Schneideleistung durch ein Schneidmittel (z.B. Granat), angewendet. Hierzu bedarf es eines Schneidkopfs, der aus den folgenden Komponenten besteht: Fokussierrohr (Abrasivfokussierdüse), Reinwasserdüse und eine Abrasiv-Mischkammer. Soll eine höhere Bauteilgenauigkeit (± 0,01 mm) erreicht werden, verwendet man das Mikrowasserstrahlschneiden. Die Dicke des zu bearbeitenden Materials kann durchaus bis zu 38 mm betragen. Besonders geeignet ist dieses Verfahren, wenn eine höhere Teilgenauigkeit oder Geometrie vonnöten ist.